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Das war...(Aktuelles aus der Gemeinde)


08.02.2000 25 Jahre Kurverwaltung Waldbronn


Die "albtherme"Waldbronn.


Vor 25Jahren gegründet:
Kurverwaltung steht auf sicherem Fundament
Bilanzsumme auf 13,1 Mio. DM gewachsen / 60 Arbeitsplätze bei der Kurverwaltung



Im Januar feierte die Kurverwaltungs-GmbH Waldbronn ihr 25 – jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie 1975 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Alfred Ohl. Nach dem seinerzeit geschlossenen Gesellschaftervertrag, der in den Grundzügen noch heute gültig ist, war und ist Aufgabe der Gesellschaft der Betrieb und die Verwaltung, die Anmietung und Unterhaltung von Einrichtungen, die der Kur- und Freizeitgestaltung dienen. Ausgestattet wurde die Gesellschaft mit einem Gesellschaftskapital von 5,8 Millionen Mark, einzige Gesellschafterin war und ist die Gemeinde Waldbronn.
Dieses "runde Jubiläum" war Grund genug, ein Gespräch mit Bürgermeister und Kurdirektor Martin Altenbach zu führen, in dem die Entwicklung der Waldbronner Kurverwaltungsgesellschaft während dieser 25 Jahre in den Blick genommen wurde.
Hauptbetrieb ist das 1976 eröffnete Thermalbad, heute als "albtherme" weit über die Grenzen Waldbronns hinaus bekannt. In dieses Bad floss von Anfang an Wasser aus der neu erbohrten Thermalquelle. Eigentümer der "albtherme" ist die Kurverwaltung, die damals 6,5 Mio. DM aufwendete für das Bad, das sich schon bald zu einem "echten Renner" in der Publikumsgunst entwickelte. 1988 wurde das Thermalbad umgebaut, erweitert und saniert. Dabei wurde die Saunalandschaft verdreifacht und ein weiteres Becken entstand. So wurde im Laufe der Jahre die "albtherme", wie sie nach diesem Umbau hieß, immer wieder "nachgerüstet", um im Wettbewerb der Freizeit- und Kurbäder bestehen zu können. Runde 14 Millionen investierte die Kurverwaltung im Laufe der Jahre in die "albtherme", und der Zuspruch gab ihr Recht: das Badejahr 2000 begann bereits mit einem Rekordmonat, als 34.000 Besucher im Januar die Eingangstore passierten. 1998 zahlten die Besucher "albtherme" über 4,2 Mio. DM an Eintrittsgeldern.
Dass sich die Besucher in der "albtherme" wohl fühlen, dafür sorgen zahlreiche Bedienstete. So sind allein in der "albtherme" ständig zwölf Reinigungskräfte beschäftigt, die ebenso wie die sechs Kassenfrauen sich im Schichtdienst abwechseln. Sieben Bademeister, teilweise in Teilzeit beschäftigt, ergänzen das Personal in diesem Betriebszweig.
Die "albtherme", so der Kurdirektor, ist der Haupterlösbringer für die Kurverwaltungs – GmbH. Die Abschreibungen werden hier voll erwirtschaftet, darüber hinaus bleibt noch ein Gewinn in der Kasse der Kurverwaltung. Dazu trägt auch die medizinische Bäderabteilung im Untergeschoss der "albtherme" bei, die allerdings von der Kurverwaltungsgesellschaft verpachtet ist. Ebenfalls im Besitz der Kurverwaltung ist das "Haus des Kurgastes", in dem neben der Kurverwaltung auch ein Reisebürountergebracht ist, das gut angenommen wird und seine Kosten vollerwirtschaftet, wie Kurdirektor Altenbach erklärte. Verpachtet sind seit einigen Jahren Räume im "Haus des Kurgastes" an die AOK Waldbronn.
Neben der "albtherme" bewirtschaftet die Kurverwaltung auch Einrichtungen, die im Besitz der Gemeinde stehen, aber mit Kur- und Freizeit unmittelbar verknüpft sind. Dazu zählen für alle sichtbar das Freibad, das die Kurverwaltung im Auftrag der Gemeinde betreibt. Für "albtherme" und Freibad beschäftigt die Kurverwaltung sieben Bademeister, teilweise in Teilzeit. Aber auch das 1968 erbaute Kurhaus und das im Gefolge der Gemeindereform entstandene Etzenroter Gesellschaftshaus werden von der Kurverwaltung betrieben. Für die 1975/76 erbauten Ferienwohnanlage an der Gartenstraße hat die Kurverwaltung die Vermietung der Appartements übernommen.
Auch der Eistreff Waldbronn war bis zu seiner Schließung von der Gemeinde an die Kurverwaltung verpachtet. Hier steht in Kürze die Entscheidung über das weitere Schicksal an, wobei aus dem Betrieb des Eistreff noch eine kleine Pacht erwirtschaftet wurde, die die Kurverwaltung an die Gemeinde abführte, wie der Kurdirektor betonte.
Schon äußerlich lässt sich ablesen, dass die Kurverwaltungs – GmbH durchaus mit einem mittelständischen Betrieb vergleichbar ist. Sie beschäftigt heute rund 60 Mitarbeiter, für die rund 1,7 Mio. DM an Löhnen und Gehältern fällig sind. Die Bilanzsumme lag 1998 bei DM 13.123.575,10, der Jahresgewinn betrug DM 39.558,80, wie der Kurdirektor stolz vermerkte. Gewachsen ist auch das Anlagevermögen der Kurverwaltungs – GmbH auf 11,9 Mio. DM, 7,3 Mio. davon fallen auf die "albtherme". Umsatzerlöse wurden im vergangenen Jahr 5,3 Mio. erzielt.
Dass die Kurverwaltung heute auf einem gesunden finanziellen Fundament ruht, ist auch der konsequenten Politik von Bürgermeister Martin Altenbach und der Mehrheit des Gemeinderats zu danken, die das Eigenkapital bei der 100 – prozentigen Gemeindetochter in den vergangenen Jahren stärkten und die Kurverwaltung so in die Lage versetzten, aus einer gesicherten finanziellen Position heraus zu wirtschaften.
Kontrolliert wurde die Kurverwaltung bisher von einem Beirat, dem auch externe, sachverständige Personenangehörten. So war der ehemalige Landrat Dr. Bernhard Ditteney ebenso Mitglied im Beirat wie Direktor Hans Ruland von der Klinik für Rehabilitation oder Senator Beckh von der Landes- Versicherungs – Anstalt. Seit den letzten Gemeinderatswahlen wurde der Beirat abgeschafft und durch einen Ausschuss ersetzt, in dem ausschließlich Gemeinderäte Sitz und Stimme haben.
Der Kurverwaltung stehen heute Bürgermeister Martin Altenbach als Geschäfstführer und sein Stellvertreter im Amt des Bürgermeisters, Helmut Völkle, ist auch bei der Kurverwaltung sein Stellvertreter. Mit Prokura sind Geschäftsführerin Alwine Birglechner und Gemeindekämmerer Josef Manz ausgestattet.